Die Niederlanden mit dem Wohnmobil

Die Niederlanden mit dem Wohnmobil

Tag 1 unserer Niederlanden Tour

Montag 09.05.2016

626 gefahrene Kilometer in 6:24 Std.

Die Entscheidung, ob es nach Nordosten in die Niederlanden oder nach Süden ans Meer nach Südfrankreich geht, fiel bereits am Donnerstag, als die Wettervorhersage im Internet – ratet mal, welche bekannte Seite wir dazu befragt haben – schöne Tage in Holland vorher sagte.

Heute begann alles schon mit jeder Menge Verzögerungen. Um 10 Uhr sollten wir zur Übernahme unseres fahrbaren Untersatzes der Luxusklasse in Engen sein. Waren wir auch, aber das Wohnmobil war noch nicht parat, die Grundreinigung wurde vergessen. Also hieß es mal wieder, was ich besonders liebe, warten. Dann endlich durften wir sehen, was wir für die nächsten 9 Tage unser Heim nennen werden. Hmm, sah sehr neu und gepflegt aus. Erster Blick nach innen: Oh, nur ein großes Doppelbett und ein Stockbett.  Das ist blöde, aber egal wir zwei haben genügend Platz. Da das obere Stockbett nur bis 80 kg zugelassen ist, war klar, wer dort schlafen würde.

Als sich Paddy nach allen Erklärungen hinter das Steuer setzte, stellt sich heraus, dass dieses Wohnmobil bis jetzt nur 37 Kilometerchen auf dem Tacho hatte, und es wurde am 06.05.2016 zugelassen. Also GANZ Neu!

Es war schnell nach Hause chauffiert. Nur das Einräumen dauerte trotz aller Vorbereitungen länger als gedacht. Schließlich ging es nach dem Abschied nehmen von unseren Samtpfötchen um 13:30 Uhr los Richtung Norden. Klar war hier schon, nach Groningen wie eigentlich geplant würden wir es heute nicht schaffen. Als Etappenziel haben wir uns Velen im Münsterland ausgesucht.

Über Stuttgart, Heidelberg, den Taunus und das Siebengebirge ging es die nächsten sechs Stunden Berg auf, Berg ab. Wir hatten immer Glück und außer kleinerer Verkehrsstörungen in den zahlreichen Baustellen, kamen wir super vorwärts. Wir wussten gar nicht, dass es so viele Brücken zu Sanieren gibt, und neue Beläge sind auch auf der Strecke alle paar Kilometer anzutreffen. Alles in allem waren wir um kurz nach acht auf dem Erholungsgebiet Waldvelen in Velen.

Wir wurden sehr herzlich empfangen und konnten uns sogar aussuchen, wo wir stehen wollten.  Ein super 1a-Platz, den wir nur jedem empfehlen können. Eine tolle Anlage, die auch Ferienhäuser vermietet, einen riesigen Kinderspielplatz, Frühstücksservice und ganz viel Ruhe zu bieten hat. Sehr liebevoll eingerichtete, richtige kleine Badezimmer und sogar eine kleine Einbauküche steht zur Verfügung.

Als das Wohnmobil stand, haben wir gleich einen schönen Wein aufgemacht und natürlich die Küche eingeweiht.

 

Tag 2 unserer Niederlanden Tour

Dienstag 10.05.2016

297 gefahrene km in 3:31 Std.

So gegen neun Uhr haben wir uns auf den Weg in die kleine Friesenhauptstadt Leeukwarden gemacht. Auf der Fahrt dorthin fiel auf, dass es hier oben im Norden von Deutschland und in der Provinz Friesland unheimlich viele Pferde gibt. Sie alle müssen nicht im Stall stehen, sondern können sich auf den großen Weiden gemeinsam austoben. So große Pferdeherden sieht man bei uns im Süden sehr selten und auf der Weide zusammen schon gar nicht. Ein Anblick der das Herz höher schlagen lässt.

Von einer Grenze zwischen Holland und Deutschland hat man gar nichts gespürt. Wenn ich mich recht erinnere, sind wir nur unter einer Brücke durchgefahren und waren in den Niederlanden.

Unser erstes Ziel ist Leeukwareden das in der Provinz Friesland liegt. Ob hier wohl die wunderschönen Friesen-Pferde ihren Ursprung haben. Neben den Strassen auf den Weiden sehen wir viele schöne Pferde dieser Rasse. Leider konnten wir nie anhalten und ein Foto machen. Sie waren einfach zu weit weg oder es gab keine Haltemöglichkeit mit unserem riesen Ding. In einem kleinen Ort hatte jemand drei dieser herrlichen Tiere, sogar in seinem Garten, der als Weide mit Stall diente stehen. Ich wünschte, ich hätte die Zeit dafür.

Angekommen in Leeukwarden haben wir das Wohnmobil ca. 5 km außerhalb des Zentrums auf dem Parkplatz eines Einkaufzentrums abgestellt. Mit den Fahrrädern ging es dann in die Innenstadt.  Wie eine Arbeitskollegin mir schon sagte, weht ein beständiger Wind. Ich dachte, prima Holland ist ja super schön flach. Aber durch den Wind fühlt es sich an, als würde man stetig Berg auf fahren, aber nie oben ankommen. Die Velowege sind perfekt ausgebaut. Eine vierspurige Autobahn für Fahrräder.  Man sieht so gut wie keine ambitionierten Velofahrer, sondern nur ganz entspannt dahin radelnde Menschen in Alltagklamotten und ohne Helm. Es hat überall auf den Velowegen Schilder die in Zentrum führen. Im Zentrum angekommen, bot sich uns ein tolles Bild der kleinen, aber feinen Altstadt. Zwei Kanäle durchziehen die Altstadt, die autofrei ist und sofort zum Bummeln und Verweilen einlädt. Es hat viele Restaurants und Cafes, in denen man draußen sitzen kann. Wir haben uns gleich wohl gefühlt. An den beiden Grachten entlang findet man viele Kleider- und noch mehr Schuhgeschäfte. Wer also shoppen möchte, dem steht hier nichts im Wege. Egal ob Cafes oder kleine Geschäfte es wirkt alles sehr liebevoll dekoriert. Uns fiel auf, dass es gar keine Touristen hat. Deshalb hatte ich auch gar keine Lust meine Kamera heraus zu holen, denn niemand hielt uns für Touris. In einem Geschäft erzählte uns die Verkäuferin, die Ferien seien gerade seit Montag vorbei und deshalb wäre es etwas ruhiger. Obwohl ich sagen muss die Cafes waren für einen Tag unter der Woche und nachmittags gegen 14 Uhr sehr gut besucht. Alles wirkt sehr entspannt und wir werden überall sehr freundlich empfangen. Vielleicht arbeiten sich die Niederländer ja nicht so wie wir zu Tode, sondern haben viel mehr Freizeit und genießen diese.

Wir hatten Lust, uns das Keramikmuseum Princessehof anzusehen, da sie bekannt sind für sehr schöne Porzellangegenstände aus dem asiatischen Raum. Es gab sehr viele schöne Stücke. Am schönsten fand ich die Sammlung aus dem arabischen Raum. Wunderschöne Fließen, die ganze Gebäude schmückten und sehr filigran. Dagegen waren die Stücke aus Japan oder China eher noch dickes Porzellan. Ganz schön fand ich eine künstlerische Darstellung eines Buches von Gandhi mit dessen Brille, die folgenden Spruch abbildete: Be the change you want to see in the world.

Der Rückweg zu unserem rollenden Zuhause war denn mit noch mehr Gegenwind und einer stärkeren Brise anstrengender als gedacht. Nach kurzen Besorgungen, machten wir uns auf den Weg nach Sneek, das wir uns am nächsten Tag ansehen wollten. Der Stellplatz den wir uns ausgesucht hatten, war direkt neben dem Yachthafen gelegen. Wir hatten uns für diesen entschieden, um die Innenstadt von Sneek locker mit den Velos erreichen zu können. Auch hier war der Empfang sehr nett. Wir konnten uns einen Platz aussuchen und haben einen Rasenstellplatz gewählt, der riesig groß war und durch eine kleine Hainbuchenhecke abgetrennt war. Wirklich schön zum draußen sitzen und grillen. Was wir auch gleich ausgenutzt haben. Die anderen Camper auf dem Platz haben auch nett gegrüßt, abgesehen von den Deutschen, die noch nicht einmal ein Lächeln zustande brachten. Leider waren die sanitären Anlagen zumindest bei den Mädels nicht so toll. Die WC Spülungen gaben nur wenig Wasser von sich und entsprechend unangenehm war dies. Da unser Wohnmobil beschlossen hatte zu streiken und uns weder Heizung noch warmes Wasser gönnte, mussten wir gleich morgens wohl oder übel die zur Verfügung gestellten Duschen benutzen. Die waren sauber und ordentlich, aber es war im Duschraum der Damen total kalt, da alle Fenster offen waren, es gab kein Licht und das Wasser war etwas mehr als lauwarm, aber eine schöne heiße Dusche am Morgen sollte mir nicht vergönnt sein. Die Erfahrung von Paddy waren da ganz andere: Keine geöffneten Fenster, also ein einigermaßen warmer Duschraum und angenehm warmes Wasser.

Abends haben wir mit dem Velo noch die herzige, kleine Altstadt erkundet. Auch hier war alles sehr sauber und ich habe mich selten so im Ausland so sicher gefühlt wie hier in den Niederlanden. Restaurants und Cafes waren wieder sehr einladend und schön gestaltet. In Sneek steht das Tor zur friesischen Seenplatte. , welches Abends ein schönes Fotomotiv bot.

Ach übrigens, haben uns am Abend und in der Nacht die vielen Frösche mit ihrem Quakkonzert beglückt. Wer da empfindlich ist, dem seien Oropax empfohlen.

 

Tag 3 unserer Niederlanden Tour

Mittwoch, 11.05.2016

120 gefahrene Kilometer in 1:59 Std.

Nachdem wir gestern in Sneek am Jachthafen unseren Standplatz bezogen hatten und feststellten, dass irgendetwas nicht mit unserem nagelneuen Mietmobil nicht OK ist und wir heute nochmals zahlreiche erfolglose Versuche unternommen haben, die Heizung zum Laufen zu bekommen, blieb nur ein Anruf beim Vermieter in Deutschland. Dieser vermittelte uns umgehend an einen der örtlichen Camper-Werkstätten und meldete uns dort auch gleich an. Eine kurze (nicht sehr warme) Dusche auf diesem nicht sehr empfehlenswerten Camper-Platz, und los ging es nach Winkel, wo wir sehr freundlich empfangen wurden. Ein intensiver Check der Elektrik und der Gas-Heizung ergab einen Kurzschluss im System, der jedoch schnell behoben war. Noch einen kurzen Testlauf der Heizung, ein Handschlag des sehr freundlichen Mechanikers, und schon ging es weiter ans Meer nach Egmond aan Zee.

Ein schöner, kilometerlanger Strand überraschte uns dort, mit weissem Sand und Muscheln, soweit das Auge reichte. Nach all dem Ärger war der Spaziergang am Wasser eine schöne Erholung und machte vieles wieder wett.

Unser eigentliches Ziel heute war Alkmaar und der dortige Campingplatz. Da es der einzige um Alkmaar herum war, mussten wir uns mit dem zufrieden geben, was wir dort vorfanden. Wir hatten Glück, weil wir nicht in der Hochsaison hier angefahren kamen. Die vier vorhandenen Duschen würden nie für die etwa 100 Plätze reichen. Und es würde auch sehr eng zugehen. Aber egal, wir standen und konnten mit dem Fahrrad unseren Ausflug in die Innenstadt von Alkmaar starten. Kleine Gassen, Grachten, kleine Geschäfte und Cafes machen den Charme dieser kleinen Stadt aus. Das Biermuseum ist zwar klein, aber durchaus empfehlenswert. Im Pup, das unter dem Museum direkt am Wasser liegt, konnten wir noch eines der zahlreichen niederländischen Biere probieren.

Wieder zurück am Wohnmobil, entschieden wir uns entgegen der eigentlichen Planung, hier einen Tag länger zu bleiben. Jetzt, wo Heizung und Dusche im Camper wieder funktionierten, konnten wir mit Hoffnung auf die kommenden Tage blicken.

 

Tag 4 unserer Niederlanden Tour

Donnerstag, 12.05.2016

Die Wettervorhersage stellt uns für heute noch mal einen wunderschönen Tag mit Sonnenschein und ca. 23°C in Aussicht. Diesen Tag wollten wir noch einmal für eine ausgiebige Fahrradtour nutzten. Amsterdam konnte ruhig noch einen Tag auf uns warten, für eine Stadtbesichtigung muss das Wetter nicht unbedingt brillant sein. Bei Regenwetter kann man auch die vielen Museen, die zur Auswahl stehen, unsicher machen.

Also gesagt getan, heute Morgen haben wir unseren Aufenthalt auf dem Campingplatz Alkmaar um einen weiteren Tag verlängert. Paddy hat für uns eine schöne Velotour rausgesucht, die uns zuerst nach Egmond aan Zee führte. Die kleine Stadt an der Nordsee ist in der Ferienzeit der Lieblingserholungsort vieler Niederländischer Familien. Der Sandstrand stellt sehr viele Strände am Mittelmeer in den Schatten. Feinster Sandstrand, der sich kilometerweit erstreckt und bei Ebbe sicher 50 m breit ist. Mit dem ständig wehenden Wind lässt es sich bestimmt auch in der Sonne aushalten. Von Alkmaar ging es wieder auf die toll ausgebauten Velowege, die uns nach ca. 10 km am Strand ankommen ließen. Ein kleiner Markt, mit einem großen Käsestand ließ uns das Wasser im Mund zusammen laufen. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit Käse mit zu nehmen, weil der Platz in Paddys Rucksack schon für Blumenzwiebeln reserviert war. In einer Brasserie in der Ortsmitte haben wir eine Pause gemacht und bei schönstem Sonnenschein ein kleines Frühstück genossen.

Bisher hatten wir Glück und der Rückenwind trug uns schnell vorwärts. Nun wollten wir weiter nach Limmen, und das bedeutete Gegenwind. Heute hat der Wind merklich aufgefrischt und wir strampelten und strampelten, um vorwärts zu kommen. Die zwölf Kilometer erschienen zumindest mir wie eine kleine Weltreise. In Limmen gibt es das Hortus Bulborum, ein historischer Garten, der mehr als 2650 verschiedene Tuplensorten zeigt. Im Mai sind wir natürlich etwas spät dran für Tulpen, aber es gab trotzdem noch viele blühende Sorten zu sehen. Wunderschöne und ganz unterschiedliche Tulpen in allen Farben und Formen ließen uns staunen. Um den Garten kümmern sich lauter ehrenamtliche Mitarbeiter, deshalb kostete der Eintritt auch nur 5 €, im Gegensatz zum Keukenhof in Lisse, bei dem man 16€ bezahlen muss. In einer kleinen Scheune verkaufen sie auch Blumenzwiebeln. Wie schon gesagt waren wir für Tulpen leider zu spät dran. Aber wir können Blumenzwiebeln von besonderen Tulpensorten per Internet bestellen. Diese werden dann im Herbst geliefert, damit wir sie im Frühjahr schon bewundern können. Wir haben uns eine Karte geben lassen und werden gleich unsere Favoriten bestellen, wenn wir zu Hause sind. Heute haben es mir die Callas angetan, die jetzt gepflanzt werden können und dann von Juni bis August blühen werden. Die Callas erinnern mich an unsere wunderbaren Ferien in La Réunion.

Danach ging es auf direktem Weg zurück nach Alkmaar. Ein paar relaxte Stunden und eine heiße Dusche später ging es noch einmal ins Zentrum von Alkmaar. Bummeln durch die Altstadt und einen Iced Latte Macciato an der Gracht rundeten den Tag ab.

0 gefahrene Kilometer in 0 Std. Dafür 37 km mit dem Velo und strengem Gegenwind, das zählt natürlich doppelt oder wie bergauf.  Alles in allem waren wir 3:46 Std. Minuten mit Frühstück und Tulpen Anschauen unterwegs.

 

Tag 5 unserer Niederlanden Tour

Freitag, 13.05.2016

80 gefahrene km in 1:27 Std.

Heute Morgen ging es in die Metropole Amsterdam. Zu Anfang waren wir doch etwas vom Pech verfolgt. Zwei der von uns angefahrenen Campingplätze waren bereits vollständig ausgebucht bzw. hatten keinen Platz mit Stromanschluss. Klar, das Pfingst-Wochenende stand an, und das nutzten viele für einen Trip hier her.

Schließlich fanden wir noch einen Platz auf dem „Camping Vliegenbos“. Er ist sehr beliebt bei jungen Leuten, dementsprechend viel Lärm war rings um uns herum. Es gab aber nachts erstaunlicherweise nicht die Mega-Party, wir konnten gut  schlafen. Da waren alle sehr diszipliniert.

Da die Bushaltestelle quasi vor dem Campingplatz war und der Bus innerhalb von 10 Minuten beim Central-Bahnhof war, war es für uns die beste Möglichkeit, ins Stadtinnere zu kommen. Und mit € 12.50 für ein 48-Std.Ticket für alle ÖV-Mittel war auch der Preis in Ordnung.

Amsterdam hat uns beide ein wenig enttäuscht. Diese hochgelobte Stadt mit den Shopping-Möglichkeiten zeigte uns genau das nicht. Wir fanden in den Straßen und Gassen zwar viele Coffee-Shops und Krims-Krams-Läden, aber die Meile für ein Shopping-Erlebnis hat sich uns nicht offenbart. Selbst bei der 75-minütigen Bootsfahrt durch die Grachten haben wir lediglich vereinzelte interessante Geschäfte entdeckt.

So nutzen wir die Zeit und den letzten Tag mit warmem Wetter damit, durch Amsterdam zu wandern beziehungsweise uns im Strom der Menschenmenge treiben zu lassen.

Wieder beim Wohnmobil angekommen, entschlossen wir uns nach dem Essen noch zu einer kleinen Radtour diesseits des Kanals.

 

Tag 6 unserer Niederlanden Tour

Samstag, 14.05.2016

Nach dem Frühstück und der Feststellung, dass es draußen enorm abgekühlt hatte, ging es mit dem Bus und der Tram wieder in die Innenstadt. Erste Station für uns war das Fotomuseum FOAM. Alte Fotos mit Menschen aus einer amerikanischen Kleinstadt waren zu sehen und eine Sonderausstellung eines Fotografen, der ein Flüchtlingslager in Calais über längere Zeitabschnitte fotografierte. Letzteres war durchaus sehenswert und interessant, alles andere war unseres Erachtens das Eintrittsgeld nicht wert.

Als nächstes war das Technik-Museum NEMO angesagt. Hier gab es viel Interessantes aus Wissenschaft und Technik zu entdecken. Ähnlich dem Technorama in Winterthur lassen sich hier Experimente selbst ausprobieren und so leicht verständlich erklären. Ein unbedingtes Muss bei jedem Amsterdam-Aufenthalt gerade für Familien.

Als letztes gingen wir noch in das Schifffahrtsmuseum gegenüber vom NEMO. Leider konnten wir nicht mehr alles intensiv anschauen, da wir mittlerweile späten Nachmittag hatten und uns nur noch etwas mehr als eine Stunde hatten, bis das Museum schloss. Also noch schnell auf das Replika des Dreimasters, der draußen vor dem Museum im Hafenbecken lag. Sehr beeindruckend, auf welchem geringen Platz hier die Mannschaft über Monate hinweg leben mussten. Wieder zurück im Inneren des Museums liefen wir direkt in eine Marineoffizier-Hochzeit. Das Museum scheint seine Räumlichkeiten auch für derartige Ereignisse zu vermieten.

Zurück beim Wohnmobil gab es ein kleines Abendessen und ein gemütlicher Filmabend im Warmen. Auf einen Abendspaziergang haben wir auf Grund der 7° C Außentemperatur verzichtet.

 

Tag 7 unserer Niederlanden Tour

Sonntag, 15.05.2016

202 km in 2:25 Std.

Nachdem wir entschieden haben, dass es in Amsterdam nichts mehr für uns zu sehen gab, brachen wir in Richtung Antwerpen auf, mit einem kleinen Abstecher nach Kinderdijk, etwa 15 Kilometer südöstlich von Rotterdam. Die dortigen Windmühlen gehören zu den Sehenswürdigkeiten in den Niederlande, die man gesehen haben muss. Aber nicht bei eisigem Wind und Regenwetter, haben wir uns gesagt. Als wir dann noch die drei Touri-Busse gesehen haben, haben wir noch schnell mit dem Tele die Mühlen fotografiert, und weiter gings.

In Antwerpen angekommen, suchten wir für unser Dickschiff erstmal einen Parkplatz in der Nähe der Altstadt, um dort einen kleinen Bummel zu unternehmen und uns mit belgischer Schokolade und belgischen Pralinen einzudecken.

Den einzigen Campingplatz von Antwerpen zu finden, war schon eine Herausforderung. Aber die sanitären Einrichtungen zu besichtigen, war eine Zumutung für Nase, Augen und Magen. Zum Glück war für uns klar, dass dies nur eine Station zum Übernachten ist. Wir würden uns gleich am nächsten frühen Morgen wieder auf den Weg machen. Und da wir ja zum Thema Hygiene alles an Bord hatten, waren uns die Duschen und Toiletten auf dem Platz egal.

7_01

 

Tag 8 unserer Niederlanden Tour

Montag, 16.05.2016

650 Kilometer in 7:00 Std.

Morgens gegen 9 Uhr wollten wir uns auf den Heimweg machen, aber da war noch das Problem mit der Rezeption. Wir hatten eine Kaution von 30.- Euronen für das Strom-Adapterkabel hinterlassen, ohne das auf dem Platz kein Anschluss möglich war. An einem Feiertag-Morgen darf man anscheinend auf diesem Platz nicht erwarten, dass jemand erreichbar ist, auch wenn die Öffnungszeiten mit 8 Uhr angeschrieben waren. Auch telefonisch war niemand erreichbar. 30 Euro hin oder her, Abmarsch.

Die Strecke über Luxemburg, Metz, Offenburg, Villingen war herrlich frei aufgrund des Feiertags. Wenig LKWs und keine Staus auf der gesamte Strecke. Wir kamen entspannt zu Hause an und wurden von unseren vier Samtpfoten sogar freudig empfangen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.